Archäologischer Experimentiertag 2021

„Schön war’s“ – das war ein oft gehörter Kommentar am Sonntag. Endlich traf man sich mal wieder, Akteure und Publikum freuten sich im Archäologischen Park des Limesmuseums bei weitgehend strahlendem Herbstwetter einen Tag miteinander genießen zu können.

Außer einem kleinen Schauer in der Mittagszeit konnte das Programm ungestört vom Wettergott stattfinden.

Etwa 700 Besucher nahmen die Gelegenheit wahr den ereignisreichen Tag zu erleben.

Schon im Vorfeld der Veranstaltung sorgte das Ausbildungszentrum- Bau unter Leitung von Wolfgang Seckler dafür, dass das Gelände des Archäologischen Parks auch wirklich gefahrlos betreten werden konnte. Jeder lose Stein wurde in akribischer Handarbeit wieder befestigt.

Am Sonntagmorgen dann wurde es auf dem Gelände lebendig. Die angereisten Reenactorgruppen und Handwerker stellten ihre Zelte auf, die Mitwirkenden aus den Schulen der Bildungspartner trafen sich und auch das Museumspädagogikteam baute seine Arbeitsplätze auf. Als dann noch die zwei Eselchen mit ihren Packkörben eintrafen, die Versorgungstheken mit Speis und Trank öffneten und der Crêpewagen neben dem Haupteingang Stellung bezog, war das bunte Bild komplett.

Der letzte Tag der Sonderausstellung wurde fachkundig von den Mitgliedern der LEG VIII AVG begleitet, die zu allen Fragen rund um die römische Geschütztechnik Rede und Antwort standen, die Principia belebten die Mitglieder der Nummerus Brittonum und die Modenschau des Ernst-Abbe-Gymnasiums begeisterte die Zuschauer.

Am großen Stand der Raetovarier erregten sorgfältig gefärbte blaue Wollstränge die Aufmerksamkeit der Besucher. Zur römischen Ernährung erfuhr man Manches am Lehmkuppelofen des Museums und konnte Fladen- und Stockbrot probieren. Römische Kostproben gab es ebenfalls bei Frau Dr. Greiner und die Crêpes von Familie Mansel erfreuten alle Liebhaber von Süßem.

Sutor Hartmut Frey kam kaum noch zum Erläutern seiner ausgestellten Schuhmodelle, da sein Schuhworkshop ihn so in Anspruch nahm und auch die liebevoll gestalteten Stände der Familie Lorenz zogen alle Blicke auf sich.

An den Mitmachstationen sowohl der Gruppen, als auch des Museumspädagogikteams wurde fleißig gewerkelt. Da entstanden Katapulte und Kettenhemden im Kleinformat, funkelnde Perlen wurden verarbeitet und kunstvolle Flechtfrisuren sowie leuchtende Festkränzchen schmückten die Jugendlichen. Das Prinzip der Torsion, das in der Ausstellung eine tragende Rolle spielt, vermittelte in Ansätzen die Anfertigung eines Spinners, eines sich rasend drehenden Holzrädchens.

Alles in allem also ein rundum gelungener Tag, der Akteure und Besucher mit einem Lächeln zurück ließ.