Dauerausstellung

Visualisierung Limesmuseum
Visualisierung Limesmuseum (© Atilier Brückner)

Die völlig neue Dauerausstellung mit über 1.200 Originalfunden wird auf einer erweiterten 1.500 m² großen Ausstellungsfläche präsentiert. Im Erdgeschoss tauchen die Besucher dabei zunächst ein in das Leben am Limes vor 1.800 Jahren. In einem ersten Schritt, einer Art Prolog, werden die Entwicklung des römischen Reiches, seine Herrschaftsideologie, sein Verständnis von Grenzen und das Verhältnis der Römer zu den Germanen erläutert. So lässt sich begreifen, warum die Römer hier im heutigen Süddeutschland überhaupt einen Limes errichteten. In einem zweiten Schritt lernt der Besucher dann anhand von konkreten archäologischen Objekten sieben Personen kennen, die im römischen Aalen gelebt haben. Er begleitet diese Soldaten und Zivilsten in ihre spezifischen Lebensbereiche - am Limes, im Kastelldorf und im Kastell. Großflächige Illustrationen, Modelle und vor allem die archäologischen Originale ergeben in der Zusammenschau einen eindrucksvollen Einblick in den Alltag der Menschen entlang des Limes.

Krug mit Besitzerinschrift
Krug mit Besitzerinschrift des in Aalen stationierten Reitersoldaten Decoratus (© Landesmuseum Württemberg, H. Zwietasch, P. Frankenstein)

Im zweiten Teil der Ausstellung im Obergeschoss kehrt der Besucher aus der Römerzeit in die Gegenwart zurück. Er begibt sich auf eine archäologische Entdeckungsreise entlang der 164 km langen Limesstrecke in Baden-Württemberg. An 14 spezifischen Orten erfährt er so, was heute noch vom Limes übrig geblieben ist. Das breite Spektrum der baulichen Überreste und eine Vielzahl bedeutender Einzelfunde verdeutlichen dabei den außergewöhnlichen und universellen Wert des Limes als UNESCO-Welterbe. Moderne Medienangebote bieten dabei die Möglichkeit selbst als Forscher bzw. Archäologe aktiv zu werden, um die vielfältigen Geheimnisse entlang des Limes zu entschlüsseln.

Gesichtshelm
Gesichtshelm eines römischen Reitersoldaten aus einer römischen Villa bei Birkenfeld-Gräfenhausen, Kr. Calw. (© Landesmuseum Württemberg, H. Zwietasch, P. Frankenstein)

Den Abschluss der Ausstellung bildet schließlich ein Epilog, der den Blick weitet und das Thema Grenzen und deren Intention, Funktion und Wirkung anhand mehrerer Beispiele historischer wie aktueller Grenzen aufzeigt. Dabei soll der Besucher auch seine eigene Meinung zum Thema einbringen.

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