Neue Projekte für das Limesmuseum – erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd

Es tut sich etwas in der Museumspädagogik des Limesmuseums. Die seit langem bestehende Zusammenarbeit zwischen Museum und dem Fach Geschichte der PH Schwäbisch Gmünd trägt neue Früchte!

Neue Projekte für das Limesmuseum
Neue Projekte für das Limesmuseum (© privat)

Seit zwei Semestern erarbeiten Studierende des Masterstudiengangs unter Leitung von Dr. Eva Wittneben in Zusammenarbeit vor Ort im Museum mit Ermelinde Wudy neue museumspädagogische Konzepte für Schulklassen der Sekundarstufe I. Zwei dieser Arbeiten treten nun in die praktische Erprobungsphase und sollen danach für Schulklassen angeboten werden. Das Limesmuseum wird im Jahr von etwa 13.000-15.000 Schülerinnen und Schülern besucht.

Die neue Dauerausstellung, die im Frühjahr 2019 eröffnet wurde, ist dem biografischen Erzählen verpflichtet, d.h. das Leben der Menschen am Limes wird anhand sieben historisch fassbarer Persönlichkeiten veranschaulicht. Dieser biografische Ansatz bietet sich auch für neue museumspädagogische Projekte an.

So haben die Studentinnen, die kürzlich im Rahmen des Masterstudiengangs Geschichte ihre Projekte vorgestellt haben, die historischen Personen ins Zentrum ihrer museumspädagogischen Arbeit gerückt. Lisa Dieterich konzipierte für das Thema „Handel am Limes“ am Beispiel des Keramikhändlers Lucius Fidelis ein Projekt, das eine Museumsführung mit selbständigen Arbeitsphasen der Lernenden verbindet. Dabei stehen Themen wie Handelswege, gehandelte Waren, Geld- und Tauschgeschäfte sowie mögliche Sprachprobleme an der damaligen Grenze im Fokus. Durch einen Radbruch verliert der Keramikhändler seine gesamte Ladung, da alle Krüge beim Transport zerbrochen sind. Nun ist es Aufgabe der Schülerinnen und Schüler Lucius aus der Not zu helfen, indem sie in einer handlungs-orientierten Phase mithilfe von sog. Malhörnchen Terracotta-Gefäße bemalen. Die Arbeit von Anja Hübner beschäftigt sich mit dem „Alltag der Menschen am Limes“, wobei Schülerinnen und Schüler verschiedene Personen durch die Ausstellung begleiten und zu deren Biografien recherchieren. Mithilfe der gesammelten Informationen schreiben sie kurze Dialoge und kurze Spielsequenzen. Für die abschließende szenische Darstellung werden der Kleiderfundus und römische Repliken des Museums genutzt.

Lisa Dieterich zu ihren Erfahrungen mit dem Projekt: „Mir hat die Arbeit im Limesmuseum viel gebracht, weil sie konkret und auf die praktische Umsetzung mit Schulklassen bezogen ist.“. Beide sind sich einig: Diese Kooperation zwischen Hochschule und Museum sollte unbedingt fortgeführt werden. Anja Hübner: „Das ist eine optimale Verbindung von Theorie und Praxis.“  Und beide freuen sich darauf, im Rahmen des Semesterpraktikums an der Schule schon im Frühjahr 2020 mit ihren Klassen ins Limesmuseum zu kommen und die erarbeiteten Konzepte selbst durchzuführen. 

© Stadt Aalen, 02.03.2020